Mahntips

Wie komme ich als Unternehmer für meine gute Arbeit auch an gutes Geld?

Fakten zu Insolvenzen in Deutschland:
Die Zahl der gewerblichen Insolvenzen nimmt aufgrund der guten Wirtschaftslage aktuell stetig ab. Die Zahl privater Insolvenzen jedoch steigt immer weiter. Immer mehr private Haushalte können mit den Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken. So kommt es in diesem Bereich immer häufiger zu Forderungsausfällen. Im Jahr 2013 konnten schätzungsweise 37 Milliarden € an Forderungen nicht realisiert werden. Ca. 5 Milliarden € davon entfielen auf die Folgen privater Insolvenzen.

1.Schritt: Bevor Ihre Kunden Ihnen einen Auftrag erteilen:
Folgende Fragen sollten Sie sich im vorhinein stellen: Wie gehe ich das Thema Preisgestaltung an? Gibt es bei mir Rabatte? Wenn ja, für wen? Biete ich zusätzliche Vorteile für meine Kunden? Wo liegt meine Kostenquote? Generell gilt hierbei: Kostenlose zusätzliche Vorteile bei einem Produkt oder einer Dienstleistung erhöhen statistisch gesehen die Zahlungsmoral. Eine klare Preisstruktur mit vorhersehbaren Preisen ebenfalls. Wenn Sie Sich unsicher sind, ob der Kunde auch zahlungsfähig ist, bitten Sie höflich um eine Anzahlung und verweisen Sie darauf, daß dies in Ihrer Branche mittlerweile so üblich sei. Alle Preisangaben sind inkl. Mehrwertsteuer zu halten, wenn die Produkte und Dienstleistungen sich auch an Privatleute richten.126368_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de

2.Schritt: Die Rechnung:
Geben Sie immer ein konkretes Zahlungsziel an „zahlbar bis ………“ Bieten Sie den Abzug von 2-3 % Skonto an für die Bezahlung innerhalb von 8-10 Tagen – das motiviert viele Kunden !

3.Schritt: Die erste Mahnung:
Auch Zahlungserinnerung genannt. Diese sollte 10-14 Tage nach Fälligkeit der Rechnung erfolgen und keine Mahngebühren enthalten.

4.Schritt: Die zweite Mahnung:
Diese sollte 5- 10 Tage nach dem Versand der ersten Mahnung erfolgen. Wenn das gesetzte Zahlungsziel schon überschritten wurde, kann nun eine Mahngebühr in Höhe von 2,50 € in Rechnung gestellt werden. Der Ton sollte schon deutlicher sein. Wenn Sie möchten, können Sie bereits mit weiteren Schritten drohen. 320835_web_R_K_B_by_Stephanie  Hofschlaeger_pixelio.deBegleitend zur zweiten Mahnung können Sie den Schuldner auch anrufen. Das bewirkt oft Wunder. Sie können auch die Möglichkeit zur Ratenzahlung anbieten. Wenn der Schuldner Ihnen glaubhaft versichert, daß es sich nur um einen vorübergehenden Engpass handelt, können Sie ihm auch eine schriftliche Zahlungsvereinbarung zusenden und eine kurze Frist (max. 3 Tage) zur Rückgabe des unterschriebenen Formulars setzen. Auf fadenscheinige Versprechungen sollten Sie sich hingegen nicht einlassen wie z.B. „Ihre Rechnung ist die nächste, die bezahlt wird“.

Je individueller Ihre Mahnung formuliert ist, umso mehr Erfolg verspricht sie. Standardbriefe landen fast immer im Papierkorb. Drohen Sie, falls nicht sowieso schon geschehen, die Erhebung von Mahngebühren und die Einschaltung eines Anwaltes an.
Verzugszinsen setzen Verzug voraus. Unter Kaufleuten kann Verzug ohne weitere Ankündigung durch das bloße Verstreichenlassen einer wirksamen Zahlungsfrist entstehen. Verbraucher als Schuldner müssen allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass bei Fristablauf automatisch Verzug eintritt.489504_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de

Bei Geschäften mit Privatleuten sind maximal 5 % über dem Basiszinssatz als Verzugszinsen möglich. Unter Kaufleuten sind 9 % über dem Basiszinssatz üblich.

5.Schritt: Die dritte Mahnung:
Hilft meist wenig. Spätestens an diesem Punkt sollten Sie sich überlegen, ob nicht ein anwaltliches Mahnschreiben über Mahnportal24.de sinnvoll ist. Denn auf die anwaltliche Mahnung hin zahlen statistisch gesehen die meisten Schuldner!

6.Schritt: Der Mahnbescheid:
Nutzen Sie die Möglichkeit, über Mahnportal24.de schnell und unkompliziert ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten. Gerne beraten wir Sie per E-Mail, telefonisch oder persönlich zu allen Aspekten. Selbstverständlich entstehen Ihnen dadurch keine Mehrkosten.

7.Schritt: Das Gerichtsverfahren:
Bis zu einem Streitwert von 5000,- € findet es vor dem Amtsgericht statt. Bei höheren Streitwerten vor dem Landgericht. Selbstverständlich vertreten wir Ihre Interessen vor allen Gerichten in Deutschland. Wir verfügen über ein Netzwerk fachlich hoch kompetenter und motivierter Anwaltskollegen in ganz Deutschland, die eventuell anfallende Gerichtstermine für uns vor Ort wahrnehmen. Dabei bleiben wir Ihr Ansprechpartner in allen Fragen.

8.Schritt: Die Zwangsvollstreckung:
Hier beraten wir Sie gerne über die Möglichkeiten und unsere kreativen Ansätze, Ihr gutes Geld von Ihren Schuldnern zu erlangen. Sprechen Sie uns einfach unverbindlich an!

Bildnachweise v.o.n.u.: S. Hofschlaeger; Thorben Wengert; Stephanie Hofschlaeger jeweils pixelio.de